Wie funktioniert die Korngröße?
Schleifpapier wird mit einer P-Zahl gekennzeichnet. Je niedriger die Zahl, desto gröber die Körnung. P80 fühlt sich grob an, P800 fast glatt. Das Prinzip ist einfach: Man beginnt mit grobem Schleifpapier und arbeitet sich zu feinerem vor. Jeder Durchgang entfernt die Kratzer des vorherigen.
Schleifen Sie niemals mit bloßen Händen: Ihre Finger üben ungleichmäßigen Druck aus und erzeugen so eine unebene Oberfläche. Verwenden Sie für ebene Flächen immer einen Schleifklotz.
Der Schleifplan nach dem Spachteln
Befolgen Sie diesen Zeitplan Schritt für Schritt, um ein professionelles Ergebnis zu erzielen:
P80 | Groben Füllstoff in Form schleifen
Beginnen Sie direkt nach dem Aushärten mit P80. Dadurch wird überschüssiges Material abgeschliffen und die Spachtelmasse auf die richtige Höhe gebracht. In diesem Schritt definieren Sie die Form. Schleifen Sie mit langen, geraden Zügen; vermeiden Sie kreisende Bewegungen.
P150–P180 | Verfeinern
Sobald die Spachtelmasse die gewünschte Höhe erreicht hat, wechseln Sie zu Körnung P150 oder P180. Dadurch werden die tiefen Kratzer von P80 entfernt und die Oberfläche ebener. Mit dieser Körnung schleifen Sie die feine Spachtelmasse auch nach dem Auftragen.
P240–P320 | Primerbereit
Nach dem Auftragen der Feinspachtelmasse mit 240er bis 320er Schleifpapier schleifen. Die Oberfläche sollte sich nun vollkommen glatt anfühlen und keine sichtbaren Kratzer aufweisen. Mit dieser Körnung kann auch die Grundierung aufgetragen werden.
P400–P600 | Sandgrundierung erneut
Nach dem Aushärten der Grundierung leicht anschleifen. Dadurch wird die Oberfläche mattiert und geglättet, sodass die Farbe optimal haftet. Nassschleifen ist empfehlenswert: Es ergibt ein feineres Finish und verhindert das Verstopfen der Oberfläche.
P800–P1000 | Zwischen den Farbanstrichen
Wenn Sie mehrere Farbschichten auftragen, schleifen Sie die Oberfläche zwischen den einzelnen Schichten leicht mit 800er-Schleifpapier oder feinerem an. Dadurch wird die Haftung der nächsten Schicht verbessert.
Zusammenfassend: der Schleifplan
Nutzen Sie die folgende Übersicht als Kurzanleitung während Ihrer Arbeit:
| Schritt | Getreide | Ziel | Trocken / Nass |
|---|---|---|---|
| Füllen Sie die Form aus | P80 | Überschüssiges entfernen, Form bestimmen | Trocken |
| Verfeinern | S. 150–180 | P80-Kratzer entfernen | Trocken |
| Nach dem Feinfüller | S. 240–320 | Glatt für Grundierung | Trocken |
| Anschließend die Grundierung anschleifen. | P400–P600 | Matt und glatt für Lack | Nass |
| Zwischen den Farbschichten | P800–P1000 | Haftung der nächsten Schicht | Nass |
Trocken- oder Nassschleifen?
Bis einschließlich Körnung P320 wird üblicherweise trocken geschliffen. Ab P400 kann auf Nassschleifen umgestellt werden. Durch das Anfeuchten des Schleifpapiers und der Oberfläche wird ein Zusetzen des Schleifmittels verhindert, was zu einem feineren und gleichmäßigeren Finish führt.
Manuell oder maschinell?
Für ebene Flächen spart ein Exzenterschleifer enorm viel Zeit. Kurven, Kanten und knifflige Ecken sollten Sie mit einem Schleifklotz von Hand schleifen.
Mirka Abranet | Schleifpapier für nach dem Füllen
Hochwertiges Schleifpapier, das sich selten zusetzt und sich hervorragend für Spachtelmasse eignet. Erhältlich in den Körnungen P80 bis P400.
Bereich anzeigen →Verwenden Sie zum Schleifen von Spachtelmasse niemals zu grobes Schleifpapier (P40 oder feiner): Dadurch entstehen tiefe Kratzer, die sich auch mit feinerem Papier nicht entfernen lassen. Beginnen Sie immer mit Körnung P80.